Federführer:
Nordrhein-Westfalen
Gegenstand und Ziel:
Geoinformationen sind von grundlegender Bedeutung für die wirtschaftliche und gesellschaftliche Entwicklung eines modernen Staates, denn 80% aller Entscheidungen haben einen starken Raumbezug. Die bei Bund, Ländern und Kommunen vorliegenden Geodaten sind jedoch bundesweit gesehen sehr heterogen und häufig nicht kompatibel.
Deutschland-Online Geodaten verfolgt das Ziel, die heterogene Geoinformations-Landschaft in Deutschland zu harmonisieren und dies als gemeinsames Ziel auf allen drei Politikebenen zu verfolgen. Dementsprechend sollen kurzfristig erfolgreiche Geo-Projekte nach dem Grundsatz Einige für alle der Bevölkerung, der Politik und der Wirtschaft vorgestellt werden. Hieran ausgerichtet erfolgt die Abgrenzung zu den Arbeiten der GDI-DE im Bereich der Geoinformation: Während beim Aufbau der GDI-DE langfristige Vorhaben flächendeckend für Deutschland angestoßen und realisiert werden, sollen in Deutschland-Online kurzfristig realisierbare Projekte durch einige Partner bearbeitet und zum Abschluss gebracht werden.
Am 22.6.2006 haben Bund und Länder den Aktionsplan Deutschland-Online verabschiedet, wodurch einzelne Vorhaben höchste Priorität erhalten. Obwohl das Vorhaben Geodaten nicht zu den priorisierten Projekten gehört, wird es innerhalb von Deutschland-Online fortgeführt. Die Arbeitsergebnisse des Vorhabens Geodaten zeichnen sich durch die besondere Praxisnähe aus; viele Lösungen sind seit Jahren für den Bürger frei verfügbar, werden innerhalb der Verwaltung genutzt oder sind beispielsweise durch die Wirtschaft in den praktischen Einsatz übernommen worden.
Für das Vorhaben Geodaten wurden die Kernbereiche Projekte, Standardisierung und Markterschließung spezifiziert:
- Überführung zukunftorientierter Projekte in marktgängige Dienste:
Die beiden Projekte Deutschland-Viewer und Verteiltes Metainformationssystem sind abgeschlossen; Als derzeitige Projekte werden VBORIS, XPlanung, Präsentation des DLM 50.1 und ein Gazetteer-Service für Hauskoordinaten behandelt.
- Die marktgängigen Dienste basieren auf Standards:
Der generelle Bedarf an weiterer Standardisierung wird gesehen, wobei vorhandene Standards konsequent aufgezeigt sowie auf Vollständigkeit und auf Anwendbarkeit geprüft werden sollen. Konkret hat die Kommunalverwaltung die Standardisierung der Bauleitplanung (XPlanung) in Angriff genommen. Die Bauministerkonferenz (hier Fachkommission Städtebau) prüft derzeit, inwieweit eine koordinierende Funktion und somit auch finanzielle Unterstützung übernommen werden kann.
- Frühzeitige Beteiligung der Geoinformationswirtschaft:
Die Aufbereitung des Marktes erfolgt über die bereits existente D21-Projektgruppe Geoinformationswirtschaft und die GIW-Kommission des BMWA.
Weitere Informationen finden Sie unter http://www.do-geodaten.nrw.de.