Federführer:
Bund
Gegenstand und Ziel:
XAusländer betrachtet alle Daten, die von den Ausländerbehörden mit allen Kommunikationspartnern rund um ausländische Staatsangehörige ausgetauscht werden. Derzeit werden die Ausländerdaten zu einem Großteil an einer zentralen Stelle dem Ausländerzentralregister vorgehalten und zusätzlich in den 634 Ausländerbehörden individuell um weitere Daten ergänzt. Letztere werden unterschiedlich in Abhängigkeit von den Anwendungen gespeichert und anderen Partnern in der Regel per Fax oder Papier übermittelt und erneut von diesen empfangen.
Das Vorhaben hat das Ziel, einen Standard von bestehenden Daten im Ausländerzentralregister und bei den Ausländerbehörden zu entwickeln, der den Austausch zwischen den Behörden erleichtert, die Neuerfassung von Daten deutlich reduziert und die Wiederverwendung empfangener Daten in eigenen Fachanwendungen erlaubt. Dieser Standard soll am Ende des Projekts voraussichtlich 2010 allen Behörden zur Verfügung stehen und die Vernetzung vorhandener Informationen nach sich ziehen. Ein XML-Standard für die Ausländerverwaltung verspricht einen Gesamtüberblick existierender Daten, bessere Datenqualität, schnellere Verfügbarkeit und steigende Sicherheit. Die Berücksichtigung der XÖV-Regularien und dort entstehender Standards ist hierbei eine hohe Anforderung, die sich das Projekt selbst auferlegt.
Die Innenminister von Bund und Länder haben den Projektauftrag im Frühjahr 2007 erteilt. Die Spezifikation XAusländer Version 1.1 wurde von der Abstimminstanz im Herbst 2008 fachlich abgenommen. Das Vorhaben hat den Meilenstein "Anforderungen spezifiziert und entworfen" erreicht.
Projektphasen:
Die nachfolgende Grafik zeigt die Übersicht der anstehenden Projektphasen nach XÖV-Framework.
