Ziel:
Die Regierungschefs aus Bund und Ländern haben im Dezember 2008 empfohlen, die Projektergebnisse bei der weiteren Umsetzung der Dienstleistungsrichtlinie in den Ländern zu berücksichtigen. Zugleich ist die weitere Begleitung der IT-Umsetzung durch das Deutschland-Online Vorhaben befürwortet worden. Auf dieser Grundlage hatten sich Baden-Württemberg und Schleswig-Holstein als Federführer entschlossen, dass Vorhaben auch im Jahr 2009 weiterzuführen.

Aufgabe in der zweiten Projektphase war es insbesondere, die Umsetzungsaktivitäten der Länder miteinander zu vernetzen, den für die IT-Umsetzung Verantwortlichen ein Forum für die fachliche Kommunikation zu bieten und den Informationsfluss aus europäischen Pilotprojekten zu gewährleisten. Dazu fanden bis einschließlich November 2009 im Rahmen eines Projektforums regelmäßige Treffen mit Vertretern der Länder, der Kammern und der kommunalen Spitzenverbände statt.
Unter dem Dach des Deutschland-Online Vorhabens werden zudem in der Verantwortung einzelner Länder Teilprojekte zu den Themen
Datenaustauschformate (XEUDLR)
Prozessregister und
föderatives Informationsmanagement (FIM) durchgeführt.
Das Vorhaben ist folgendermaßen strukturiert:

Akteure:
Die Federführung sowohl in der ersten als auch in der zweiten Projektphase haben die Länder Baden-Württemberg und Schleswig-Holstein übernommen. In dem eingerichteten Projektforum tauschten sich Vertreter der Länder, der Kammern, der kommunalen Spitzenverbände und des Bundes regelmäßig aus.
Die Steuerung des Projektes Dienstleistungsrichtlinie hat auch in der zweiten Projektphase die Projektlenkungsgruppe (PLG) übernommen, in der die Federführer Baden-Württemberg und Schleswig-Holsten sowie das Bundesministerium des Innern, das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie, die Bundesvereinigung der kommunalen Spitzenverbände, der Deutsche Industrie- und Handelskammertag und der Zentralverband des Deutschen Handwerks sowie Vertreter der Federführer der Teilprojekte vertreten waren.
Ergebnisse Phase 2:
Im Zentrum der Aktivitäten der zweiten Projektphase stand die Vernetzung und Dokumentation der Tätigkeiten zur IT-Umsetzung in den Ländern. Die große Resonanz auf die hierzu eingerichteten Projektforen und die Fülle der ausgetauschten Informationen sind Indiz dafür, dass dieses Projektziel ebenfalls erreicht werden konnte.
Und ebenso positiv sind auch die Ergebnisse der drei Teilprojekte in der zweiten Phase des Gesamtvorhabens zu bewerten:

Teilprojekt XEUDLR: Es wurde ein Vorstandard für den Datenaustausch im Bereich der Dienstleistungsrichtlinie vorgelegt, der Grundlage für die Weiterentwicklung und übergreifende Abstimmung entsprechend dem XÖV-Framework in 2010 sein kann.
Teilprojekt Prozessregister: Durch ein kooperatives Vorgehen wurde umfangreiches Prozesswissen aufgebaut und allgemein verfügbar gemacht. Damit wurden die Voraussetzungen geschaffen, dass Verwaltungsabläufe an übergreifenden Standards und Modellen ausgerichtet und somit von den jeweiligen Akteuren aufwandsarm optimiert werden können.
Im Teilprojekt Föderatives Informationsmanagement (FIM) - ist es gelungen, die in der ersten Projektphase erarbeiteten Lösungsansätze sowie bestehende Vorhaben bzw. Aktivitäten im Kontext des KoopA ADV nicht nur konzeptionell zu integrieren, sondern auch organisatorisch unter einem Dach zusammenzuführen und weiterzuentwickeln. Die Basis für ein strategisch ausgerichtetes, alle Verwaltungsbereiche umfassendes Informations- und Wissensmanagement ist damit geschaffen worden.
Ansprechpartner:
Dr. Albert Hermann (Projektleiter)
Innenministerium BW
Tel.: (0711) 231-3895
albert.hermann@im.bwl.de
Heiko Recknagel (Projektleiter)
Finanzministerium SH - VI 518 -
Tel.: (0431) 988 - 8032
heiko.recknagel@fimi.landsh.de