Federführer:Nürnberg
Gegenstand und Ziel:Im Bereich des Arbeits- und Sozialwesens in Deutschland arbeiten Bundes-, Landes- und Kommunalbehörden eng zusammen. Dabei findet ein intensiver Datenaustausch und -abgleich statt. Rund 40 Behörden, Versicherungsträger, Wohlfahrtsverbände und weitere Stellen sind daran beteiligt. Die bis jetzt heterogenen Infrastrukturen und Datenformate erschweren eine durchgängig elektronische Abwicklung. Das Zusammenwachsen von Sozial- und Arbeitsverwaltung macht die Notwendigkeit eines einheitlichen Datenaustauschformates umso wichtiger.
Beginnend mit dem Austausch von Falldaten zwischen Sozialämtern und Arbeitsverwaltung bzw. den Sozialämtern untereinander soll ein standardisiertes inhaltliches Datenaustauschformat definiert und so Interoperabilität im Arbeits- und Sozialwesen erreicht werden. Darauf aufbauend soll eine sukzessive Erweiterung auf weitere Bereiche erfolgen.
Das Vorhaben beinhaltet ein hohes Nutzenpotential für alle beteiligten Stellen. Die geschätzten Einsparungen übersteigen den zu finanzierenden Aufwand um ein Vielfaches. Bislang wurden Akten in Papierform oder Daten in proprietären Formaten ausgetauscht. Die Standardisierung erhöht die Möglichkeiten der elektronischen Kommunikation, reduziert bisherige durch Medienbrüche entstehende Transaktionskosten und macht Kapazitäten für die Erfüllung von Kernaufgaben frei.