Federführer:
Bayern, Baden-Württemberg
Gegenstand und Ziel:
Im Jahr 2005 (2002) gab es bundesweit 895.000 (723.000) Gewerbeanmeldungen, 226.000 (172.000) Ummeldungen und 708.000 (646.000) Abmeldungen. Jede dieser Meldungen geht an die neun (seit September 2005 zehn) in der Gewerbeordnung (§ 14 Abs. 9 GewO) vorgeschriebenen Empfangsstellen. Beim Großteil der etwa 20 in Deutschland eingesetzten Gewerbeverfahren werden diese Meldungen in Papierform versandt.
Ziel des Vorhabens ist der Aufbau eines bundesweiten medienbruchfreien, standardisierten Verfahrens, das über eine zentrale Verteilplattform die automatisierte Zustellung der Gewerbemeldungen an die gesetzlich vorgeschriebenen Empfangsstellen ermöglicht. Für alle gängigen Verfahren wird die Möglichkeit angeboten, sich über definierte Schnittstellen an diese Verteilplattform anzuschließen. Langfristig ist die Erstellung eines zentralen Gewerberegisters denkbar, welches als zentrale Auskunftsplattform, auch dem Bürger die Möglichkeit bietet, die eigenen Daten online bereit zu stellen und abzurufen.
Die geplante Lösung bietet neben Kosten- und Zeitersparnis mehr Attraktivität durch einheitliche und aktuelle Daten. Durch Bürokratieabbau und schnellste Informations- und Antragsmöglichkeiten sorgt diese Lösung für Effizienz in der Verwaltung und Bürgerfreundlichkeit.
Gesamtziel des Vorhabens:
- Festlegen eines bundesweiten Gewerbedatenstandardaustauschformates. Die Arbeitsgruppe hat sich hierbei auf DatML/RAW (Gewerbe) verständigt
- Basierend auf diesem Standardformat Einführen landesweiter/bundesweiter elektronischer Verteildienste, über die alle an einer Gewerbemeldung beteiligten Stellen (Bürger, Kommune, Landratsamt, Empfangsstellen) medienbruchfrei die entsprechenden Daten austauschen können.